Dietrich Zeise erzählt in 38 autobiografischen Geschichten vom Aufwachsen in der DDR, von der Arbeit auf Montage und dem Neuanfang im vereinten Deutschland. Vor dem Hintergrund der politischen Entwicklung von den 50er Jahren bis in die Gegenwart lässt der Autor verpasste Lebenschancen und kuriose Begebenheiten Revue passieren. Dabei zeigt er vor allem, wie man sich von den Launen des Schicksals nicht aus der Bahn werfen lässt. So entsteht ein ungeschöntes Bild des Arbeiterlebens im sozialistischen Staat. Aber auch die Tücken der kapitalistischen Wirtschaft werden nicht ausgespart. Und am Ende erwartet den Helden noch einmal ein besonderes Abenteuer …
Am 23. November veröffentlichen wir endlich das lang erwartete Buch eines Rudolstädter Autors. „Wer mir nahe ist, steht mitten im Feuer“ – so hat Manfred Silge sein vierbändiges Werk genannt. Darin erzählt er auf über 2000 Seiten mit epischem Atem die Geschichte der Evangelien nach. Die bekannten Worte setzt er dabei in den Kontext der antiken Welt und macht so vieles anschaulicher und für heutige Leser verständlicher.
Silge ist Atheist. Dennoch nähert er sich der historischen Figur Jesus mit großem Respekt. An seinem Roman hat er sechs Jahre lang gearbeitet. In dieser Zeit betrieb er auch umfangreiche Literaturstudien, die ihm nun helfen, gleichermaßen unterhaltend wie anspruchsvoll zu erzählen. Am Ende steht eine mögliche Rekonstruktion der damaligen Ereignisse, die zu eigenem Nachdenken einlädt.
Am 03.12 (Samstag) wird der Autor sein Werk ab 19 Uhr in der Stadtbibliothek Rudolstadt präsentieren.
Wir laden Sie herzlich ein.
Unser Autor René Hartinger hat einen Blog zu seinem Roman “Der Bernsteintropfen” eingerichtet:
www.bernsteintropfen.wordpress.com
Dort finden Sie weitere Informationen über das Buch, das vor wenigen Tagen in unserem Verlag erschienen ist und können mit dem Autor in Kontakt treten. Schauen Sie einfach mal rein!
Klaus Auerswald war im berüchtigten Armeeknast in Schwedt inhaftiert. Der ehemalige Soldat wurde 1968 wegen angeblich „mehrfach begangener staatsfeindlicher Hetze“ zu einem Jahr und acht Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Seinem Bericht liegen die einschlägigen Akten zugrunde, die Auerswald nach der politischen Wende einsehen durfte. Herausgekommen ist ein dokumentarisches Zeugnis, das einen tiefen und zugleich erschütternden Einblick in die DDR-Militärstrafpraxis gewährt.
Klaus Auerswald, 1947 in Dresden geboren. Erlernter Beruf: Elektromonteur. 1967 – 1970 NVA-Grundwehrdienst mit 20-monatiger Inhaftierung im Militärgefängnis Schwedt wegen angeblicher „Staatsfeindlicher Hetze“. 1976 – 1981 Studium an der Technischen Hochschule in Dresden mit Abschluss Dipl-Ing. für Informationstechnik. Literarisch tätig seit 1982. Veröffentlichung der Werke zur damaligen Zeit nicht möglich. In seinen Werken befasst es sich mit der politischen Situation in der DDR und seinen Erlebnissen in der Haft.
Was bewegte die Bürger von Erfurt im Jahr 1911? Die Artikel aus dem Lokalteil der Erfurter Zeitungen
geben Auskunft. Der Inhalt reicht vom Gattenmord bis zur Spitzentisch-Affäre,
vom Alkoholmissbrauch bis zur Zigeunerbande. Feiernde Bürger ziehen beim Lesen
vor unserem inneren Auge ebenso vorüber wie streikende Arbeiter und natürlich
die zu allen Zeiten beliebte »Jugend ohne Tugend«. So entsteht ein überraschend
unterhaltsames und gleichzeitig lehrreiches Buch, das uns ein Gefühl dafür
vermittelt, wie sich das Leben in Erfurt vor 100 Jahren »angefühlt« haben mag.
Aus Zeitungsartikeln des Jahres 1911 entsteht eine unterhaltsame
Chronik, in der es weniger um wichtige politische Ereignisse geht, sondern vor
allem um das alltägliche Leben der Menschen. Was bewegte die Bürger von Meiningen
damals? Die Artikel aus dem Lokalteil des »Meininger Tageblatts« geben darüber
Auskunft. Vom Herzog bis zum Hochstapler, vom Soldaten bis zum Schuljungen ziehen
die Menschen von damals vor unserem inneren Auge vorüber. So entsteht ein
überraschend unterhaltsames und gleichzeitig lehrreiches Buch, das uns ein
Gefühl dafür vermittelt, wie sich das Leben in Meiningen vor 100 Jahren
»angefühlt« haben mag.
Eine Geschichte über eine kleine Heldin, über Ängste, Verluste und der Möglichkeit von Freundschaft in einer düsteren Zeit
Die dreizehnjährige Alicja wird langsam erwachsen – und das mitten in den Wirren des Zweiten Weltkriegs. Nachdem Panzer ihre polnische Heimat überrollt haben, kommt das sensible, frühreife Mädchen als Kriegsgefangene in ein Dorf in Thüringen. Dort begegnet es nicht nur einem finsteren Nazi und fürsorglichen Bauern, sondern auch der ersten Liebe: dem deutschen Jungen Max. Von ihm bekommt Alicja einen Bernsteintropfen geschenkt. Zunächst ein Symbol der Liebe, später ein Talisman, an den sich Alicja inmitten der schrecklichen Ereignisse klammert. Doch kann Alicjas unbeugsamer Wille am Ende wirklich stärker sein als die vernichtende Gewalt des Krieges?
René Hartinger wurde 1975 in Sömmerda (Thüringen) geboren und lebt heute in Erfurt. In seinem ersten Roman gelingt ihm ein neuer Blick auf die Geschichte. Sein Werk besticht durch lebendige Figuren und sprachliche Eleganz.
Otto ist Teil einer Bande, jagt Vögel, fährt Schlitten, spielt Streiche, begeistert sich für Indianer, knüpft Freundschaften, verliebt sich oder liegt krank im Bett. Verträumt und gleichzeitig hoch aufmerksam durchstreift der Junge die Gassen, Straßen und Wälder von Untermhaus und Gera und taucht mit allen Sinnen in die Welt des beginnenden 20. Jahrhunderts ein…
Dabei entdeckt der junge Dix auch sein besonderes Talent, das ihm schließlich zu einem der bedeutendsten deutschen Maler und Grafiker seiner Zeit machen wird. Vorher warten allerdings zwei große Rätsel auf ihre Lösung: Wer ist der geheimnisvolle Stiefelmann? Und wie soll es Otto schaffen, vom Kunstmalen leben zu können?
Ulla Spörl lässt im ersten von vier geplanten Romanen nicht nur den späteren Maler, sondern den ganzen Menschen Otto Dix lebendig werden. Damit öffnet sie jenseits der Fachliteratur einen Zugang zum Werk des Künstlers.
Ulla Spörl: Der Junge aus Untermhaus – Kindheit und Jugend des Otto Dix, ISBN 978-3-942460-22-4, ca. 220 Seiten, geb. Ausgabe, 19,90 EUR
Aus Zeitungsartikeln des Jahres 1911 entsteht in diesem Buch eine unterhaltsame Chronik, in der es nicht um wichtige politische Ereignisse geht, sondern um das alltägliche Leben der Menschen. Was bewegte die Bürger der Stadt damals? Die Artikel aus dem Lokalteil des »Mühlhäuser Anzeigers« geben darüber Auskunft. Der Inhalt reicht vom Verbrechen, bis zur Flugmaschine, vom offiziellen Festakt über den steigenden Bierkonsum bis zum Erdbeben. So entsteht ein überraschend unterhaltsames und gleichzeitig lehrreiches Buch, das uns ein Gefühl dafür vermittelt, wie sich das Leben in Mühlhausen vor 100 Jahren „angefühlt“ haben mag.
Holger Elias/Jan Phillipp Bensmann (Hg.): Mühlhausen vor 100 Jahren, ISBN 978-3-942460-24-8, ca. 100 Seiten, 9,95 EUR
Der Titel dieser Abhandlung ist, wie Kenner unschwer bemerken werden, Norman M. Naimarks opulentem Werk “Die Russen in Deutschland” (Lit. Naimark, Russen) entlehnt, was als anmaßend erscheinen mag, sind die hiesigen äußeren und inneren Dimensionen, also die zeitlichen und örtlichen, doch drastisch minimiert. Zuerst fällt die Beschränkung auf eine thüringische Kleinstadt und in Ansätzen des gleichnamigen Landkreises ins Auge, die nur einen Ausschnitt aus dem Komplex “die Russen in der SBZ” liefern kann. Dazu kommt die weitere Beschränkung auf “das erste Jahr der Besetzung”, so dass es sich mehr um einen Zustandsbericht als um ein Aufzeigen geschichtlicher Entwicklungen handelt.
Wie Naimark aber ist auch unser Text eine Erstaufarbeitung der einschlägigen Quellen. Hat Naimark in erster Linie russische Quellen aus Moskauer Archiven bearbeitet, so fußen wir (mit wenigen Ausnahmen) auf den in den Rudolstädter Archiven zugänglichen Quellen, in erster Linie denen des Stadtarchivs (StA) und des Thüringischen Staatsarchivs Rudolstadt (ThStARud.), haben also auch quellenmäßig nur begrenztes Material aufgearbeitet.
Erscheint im Juni 2011, ca. 320 Seiten, Preis: 14,90 EUR
